Von Rio dulce sollte es Richtung Belice und wieder zurück gehen. Ich wartete also in der Beach Bar darauf abgeholt zu werden. Ich wunderte mich weder darüber, dass die Kellner von nichts wussten- wahrscheinlich war der Treffpunkt der auf der Homepage beschrieben ist einfach so gewählt worden. Noch wunderte ich mich darüber, dass ich der einzige in der Bar zu sein schien, der wartete – es war ja noch ne Stunde Zeit.
Die letzte Nacht hatte bei mir noch deutliche Spuren hinterlassen. Mir war immer noch kalt, da ich ohne decke und Kopfkissen in meinem 35 Betten Zimmer, dass ich ganz für mich alleine hatte, auskommen musste schlief ich mit Pullover. Außerdem war ich müde bis drei Uhr wurde im Restaurant nebenan mit lauter Musik gefeiert. Um 13 Uhr ging es aufs Schiff und die Zeit schritt immer mehr voran ohne dass sich auch nur jemand näherte, der auch nur im entferntesten so aussah als würde er mich auf die Tour in die Karibik begleiten. Ich checkte nochmal meine Quittung auf der, Überraschung, ein anderer Treffpunkt im Kleingedruckten angegeben war. Wie sich herausstellte war das Restaurant genau gegenüber und geschlossen. Ich war also keinen Schritt weiter. Kurz bevor ich richtig nervös wurde… schließlich hatte der nette Texaner vor zwei Wochen in Antigua auf eine Anzahlung in voller Höhe bestanden, lieh ich mir ein Telefon. In der Hoffnung nicht verarscht worden zu sein sowie Zeit und Geld verschwendet zu haben lauschte ich dem tuten in der Leitung. Eine Frau erklärte mir schließlich in einwandfreiem spanglisch, dass sie den Kapitän informiert der mich dann abholt. Mein Puls beruhigte sich wieder. Nach der kurzen Überfahrt, gab es dann ejne positive Überraschung. Der Katamaran war nicht ausgebucht, so dass ich ein kostenloses Upgrade von meiner Hängematte in ejn richtiges Bett bekam. Mit mir unterwegs ware der Kapitän Raul, der Koch Ariel und der Bootsmann Julio. Trica und Don aus den USA und Shirin aus Deutschland. Wir verstanden uns auf Anhieb alle sehr gut und ich war froh darüber das die Gruppe etwa mein Alter hatte. Die erste Nacht verbrachten wir im Canyon des Flusses. Unter sternem klaren Himmel zauberte Ariel das erste unfassbar leckere Dinner.
Wir sind heute morgen früh los gefahren und ich bin gerade rechtzeitig aufgestanden um den Sonnenaufgang im canyon zu beobachten, den wir durchfahren haben.
In Livingston hat sich der Kapitän dann um unsere Einreisepapiere gekümmert, bevor wir Richtung Belize gesegelt sind.
Nachdem ich immer mal wieder versucht habe zu schlafen, weil ich ziemlich im arsch war und dabei sogar Delfine verpasst habe, gab es was zu essen. Anschließend sind wir zum schnorcheln an nem Riff raus ins Wasser.
Ich habe gerade ne Sternschnuppe gesehen und gehe jetzt ins Bett.
Ich war heute nicht tauchen, dafür in zwei verschiedenen Riffs schnorcheln. Nach dem Frühstück habe ich im Ersten echt schöne Fische gesehen. Leider sehr wenige… ach ja und auf einmal war da nen Riffhai. Ich schätze mal so 1,80, der hat aber ganz ruhig geschlafen. Erschrocken habe ich mich trotzdem.
Am zweiten Riff waren wir dann vor dem Mittagessen. .. auf dem Rückweg ist dann ein Rochen aufgetaucht, der mir erstmal nen paar Runden gefolgt ist… war wahrscheinlich neugierig. Zum Mittagessen gab es übrigens frisch gefangen Fisch. Die Jungs hier an Bord sind echt fix, ich denke heute Abend gibt es den Hummer, den sie gefangen haben und morgen die seemuscheln…
Mein erster Hummer:
Habe heute morgen beim schnorcheln mal wieder nen Hai gesehen, war diesmal was kleiner und ich hatte weniger Angst… Gegen Mittag sind wir dann weiter zum nächsten Spot. Super schön und größer als die anderen Riffe. Auf dem Weg zurück zum Boot habe ich dann zwei Schildkröten gesehen. Verdammt schnell die Dinger.
Gerade geht die Sonne wieder unter. Bin ziemlich müde, bin heute bestimmt mal wieder 10km geschwommen🙈
Die Jungs spielen hier spanische Musik und gleich gibt’s Abendessen.
Puh… heute morgen konnte ich mir an Deck gerade noch die Zähne putzen, bevor es tierisch anfing zu regnen. Ich habe dann mein Frühstück in meiner Kabine zu mir genommen. als don fragte ob ich mit ihm raus zum schnorcheln wollte, zögerte ich keinen Moment. Ich wollte nicht unter deck hocken und ob es regnete war beim schnorcheln ja auch egal. Wir haben uns zum Riff fahren lassen. Mir war sofort klar, dass es heute anstrengender würde. Die Wellen waren vom Wind aufgewühlt deutlich höher als die Tage zuvor… nach einer Weile überwanden wir das Riff und sahen uns einer extremen Strömung ausgesetzt. Der weg zurück erschien in weite Ferne zu rücken. Tatsächlich kraulte ich mit den Armen und hämmerte meine Flossen durchs Wasser ohne einen wirklichen Fortschritt auf dem gut 10m unter mir befindlichen Meeresgrund fest zu stellen. Als ich mich dann aufrichtete um mich zu orientieren konnte ich weder das Boot noch Donald wahrnehmen. Die Wellen waren einfach zu hoch. Nach einer kurzen Zeit fand ich dann Donald wieder, gerade rechtzeitig um nicht in Panik zu geraten tauchte auch der weit entfernte Katamaran wieder auf. Wir entschieden nach ein paar weiteren vergeblichen Versuchen Fische, Schildkröten oder ähnliches zu sehen zurück zum Schiff zu schwimmen. Nach insgesamt zwei Stunden im Wasser, war ich froh als ich die Eisenstange der Leiter zu fassen bekam.
Ich liege jetzt in der Hängematte und habe gerade mein drittes Buch bedndet.
Ich bin dann mal ins Wasser gehüpft und habe versucht ihn zu streicheln, aber er hatte wohl zu viel Angst und ist dann abgehauen…
Moin, laufen gerade in Livingston ein begleitet von ein paar Delfinen.
Zum Abschluss ging es noch in einen Hotpool im Rio dulce, der durch lava erhitzt wurde. An der Oberfläche war es also tierisch heiß und darunter angenehm kühl. Nach dem Besuch der dazugehörigen natürlichen Sauna ging es dann zurück. Ein super Segeltripp endet und ich habe zusätzlich noch Freunde hinzugewonnen. Ich freue mich darauf euch in Europa wieder zu sehen Trica und Don.














Bist du verschollen?!