Eine ganz normale Bustour

Eine gemütliche sechs Stunden Fahrt in einem Shuttlebus, also einem Minibus sollte es werden, sagten sie mir an der Rezeption als ich fragte wann es losgeht. Um halb sechs Frühstücken um sieben los fahren.- Das macht dann 13 Uhr. Perfekt! Jetzt muss der Bus nur noch gut sein…
Los ging es mit Frühstück um 10 vor sieben, obwohl alle vorbestellt hatten danach ging es dann so um 7:20 Uhr zunächst auf der Ladefläche eines Jeeps die hügelige Strecke rauf und runter Richtung Lanquin. Hatte ich aber erwartet, war ja auf dem Hinweg auch so. Gut, dass es auf halber Strecke tierisch anfing zu regnen und ich komplett durchnässt am Shuttle ankam, war jetzt nicht ao toll. Martin und Jenny, die ich am Abend zuvor kennengelernt hatte, berichteten mir, dass sie froh seien, dass die Straße nach Flores wieder offen ist. Sie haben die Info aus dem Hostel… es dauert deswegen nur 8 Stunden.
Nach 1,5 Stunden Fahrt und nass kamen wir in Lanquin an und warteten auf den Bus. Ich verabschiedet mich von Beth und Jenny, mit denen ich zusammen in der Sprachschule war und stieg in den Bus. 15 Personen in nem Minivan für eine Fahrtzeit, von… ich weiß gar nicht wie lange….8 oder 6 Stunden abzüglich 1,5 Stunden off road. Ich konnte ein Bein so ein wenig ausstrecken und hatte das andere fast am Kinn hängen. Egal es ging endlich los. Ein Bus Richtung Süden zurück nach Antigua und für uns ging es in den Norden nach Flores. Nach zwei Stunden, über eine Buckelpiste, die sie hier Straße nennen der erste Stopp an ner Tankstelle. Ach! Siehe da… was ne Überraschung! Der andere Bus war direkt hinter uns. Wir waren aus welchem Grund auch immer erstmal zwei Stunden nach Süden gefahren. Also inzwischen rund 4 Stunden unterwegs und zwei Stunden weiter vom Ziel entfernt als zu Beginn. :'(
Nach der Pause ging es noch für ne halbe Stunde in die Werkstatt mit dem ganzen Bus, bevor wir endlich unserem Ziel näher kamen. Nach weiteren zwei vollen Zeigerumdrehungen und zwischen zeitlichem Stopp fürs essen hielten wir am Ende einer langen Schlange von Autos. Das war der Moment als der Fahrer uns mitteilte, dass wir vielleicht nicht weiter fahren können und vielleicht wieder vier Stunden zurück müssen um eine alternative Route zu nehmen, die weiter 9 Stunden dauern könnte. Ich habe bis jetzt diese Politik des „nicht mitteilens“ nicht verstanden.
Ich lief mit Martin mal nach vorne um zu schauen, was denn das Problem ist. Das war relativ schnell ersichtlich- es war einfach keine Straße mehr da. Die war irgendwie weggespühlt worden und es wurde versucht mit nem Bagger Sand in das entstandene Loch zu schütten, um das Stück irgendwie passierbar zu machen.
Glücklicherweise, dauerte dieser ungeplante Halt nur 1 Stunde wir waren also inzwischen schon acht Stunden unterwegs. Nach einer weiteren Stunden hielten wir um einen Fluss mit ner Fähre zu überqueren und nach weiteren drei Stunden erreichten wir schließlich die Insel. Alles in allem 12 Stunden und damit doppelt so lange wie veranschlagt. Ich konnte mein linkes Bein kaum noch spüren, hatte Rückenschmerzen… aber wir waren endlich da!!!
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