Festival de barrilete

Heute ist also der Tag der Tage… der „dia de los muertos“. Das Fest zu ehren der Toten wird in Santiago ganz besonders aufwendig gefeiert. Um die Verbindung zwischen den Toten und dem Himmel herzustellen werden riesige aufwendig gestaltete Drachen steigen gelassen und aufgestellt.  Die Arbeit an den größten dauert acht Monate und beschäftigt zig Leute. Auf dem Friedhof von Santiago, findet das bunte Treiben dann statt. Die großen Gestelle aus Bambus,  betragen im Durchmesser rund 40m und liegen kreuz und quer über den Gräbern.  Um die kunterbunten und mit Geschichten versehenen Planen zu befestigen,  müssen die schweren Bambuskonstrukte von knapp 30 Helfern angehoben werden, während andere dann die Plane darunter ausrollen. Durch die Grabsteine,  können sowohl die Gestelle als auch die Plane nicht glatt auf dem Boden liegen. Das führt dazu, dass ständig, angehiben, gedreht und gezogen werden muss, damit die Plane am äußeren Rand, an dem ein Seil gespannt ist befestigt werden kann.
Es ist zuerst schon irgendwie befremdlich die ganze Menschen auf den Gräbern rumtrampeln und auf den Gruften sitzen zu sehen. Dazu dann noch die Verkaufsstände, die BBQs, Eisverkäufer… alles auf nem Friedhof. Wie ein großer Jahrmarkt – es fehlen nur die Karussells. Aber ich gewöhnte mich nach anfänglichem Respekt sehr schnell daran und finde, dass es so eigentlich sein sollte. Man sollte die Toten feiern und damit Ehren. Am Ende musste ich auf ein Grab steigen um einer Truppe zu helfen ihren Standdrachen in Position zu bringen. Aus eben kurz mal anheben, wurde fast ne Stunde ackern. Aber es hat Spaß gemacht. Es wurden dann noch kleinere Drachen steigen gelassen, die nur so um die 6 Meter im Durchmesser waren. Witzig war die Leute flüchten zu sehen, wenn die Drachen unfreiwillig herunter kamen. Der Wind war sehr stark an diesem Tag. Deshalb haben es leider ein paar von den Großen nicht überlebt und sind zusammen gekracht. Sehr schade um die ganze Arbeit und Mühen.
Echt toll den Tag miterlebt zu haben. Mit ganz vielen Einheimischen diese Tradition zu teilen und mal wieder einen neuen Blick aufs Leben zu bekommen.
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