Wenn ich eins auf der Reise bisher gelernt habe, dann ist es zu schlafen und zwar überall. Darin eingeschlossen sind unbequeme VIP Busse in Laos. Die eigentlich nichts anderes sind als viel zu kleine Minivans. Dies galt nun auch für die 7 Stunden nach Vang Vieng. Angekommen in dem kleinen Dorf machten Eugene, Elisa und ich uns auf die Suche nach einem Hostel. Der Tag sollte ruhig Enden. Wir betrachteten von einem Restaurant den Sonnenuntergang hinter dieser beeindruckenden Landschaft und hatten noch eine Massage. Eugene ging ins Bett und ich schaute mir mit Elisa in einer der Bars alte Folgen von „Friends“ auf einem der großen Flachbildschirme an. Es gab immer wieder die selbe Reaktion von neuankommenden Backpackern, die auch ich gezeigt hatte. „WTF… this is great“. Am nächsten Tag ging es nach einem überragenden Thunfischsandwich zum Frühstück zum Tubing, dem Highlight des reisenden Partyvolks. Ich kaufte mir vorher noch eine Sonnenbrille und das passende Shirt. Dann wurden wir gegen halb eins nach unserem zweiten Thunfischsandwich, diesmal zum Mittagessen mit dem Tuk Tuk ein Stück den Fluß hochgefahren um dann mit dem Schwimmreifen auf dem Mekong wieder runter zu fahren. Auf dem Weg befanden sich drei Bars mit Beachvolleyballfeldern, Plätzen zum Fussball und Tischen zum Bierpong spielen. Wir wurden dann vor den einzelnen Bars rausgefischt. Für die drei Stops auf einer Strecke von 1,5 km, benötigten wir gut fünf Stunden. Dabei betrug die reine Fahrtzeit lediglich eine Viertelstunde. Das Wetter war überragend und jeder hatte Spaß. Ich verlormeine Flip Flops und die gerade gekaufte Brille gleich zweimal. Zurück in der Stadt hatten Eugene und ich unser drittes Thunfischsandwich, bevor sich das ganzen Partyvolk in der Kangaroo Bar traf. Ich verlor diesmal dank Eugenes Hilfe nicht beim Poolbillard. Der Abend endete dann in Nachtclub. Wir fielen allerdings nicht ins Bett bevor wir jnser viertes Thunfischsandwich hatten. Am nächsten Morgen bekam ich nach dem dritten Mal Zähne putzen diesen öligen Fischgeschmack so halbwegs aus dem Mund… aber das war es Wert. Durch die Besetzung Laos durch die Franzosen hat sich eine ausgezeichnete französische Küche inklusive extrem leckerer Baguettes etabliert. Wir sind am Morgen umgezogen in einen Bungalow direkt am Wasser mit einer grandiosen Aussicht auf die tolle Landschaft, die wir nach ausgiebigen Schlaf am nächsten Tag mit dem Roller erkundeten. Es ging zu der 7 km entfernten blauen Lagune und den Höhlen im Berg daneben. Ich überwand mal wieder meine fast nicht mehr vorhandene Höhenangst und wagte den Sprung aus knapp acht Metern von einem Baum ins kühle blaue Nass. Am Nachmittag hatten wir einen VIP Bus nach Viantienne der Hauptstadt Laos gebucht.
Was folgte war eine Verspätung von 1,5 Stunde. Diese war ja noch vereinbar mit dem für laoten typischen DNR (do not rush). Der Typ vom Ticketoffice teilte uns vier Mal mit, dass der Bus in 10 Minuten da sei, um uns anschließend zu offenbaren das der Bus vor uns sei und wir mit einem Minivan die Verfolgung aufnehmen würden um diesen in einer Stunde zu treffen. Dann würden wir in den großen Bus umsteigen. Nach vier Stunden mit einem total übermüdet en Fahrer zusammengepfercht in diesem Minivan kamen wir dann viel zu Spät in der Hauptstadt an. Ich glaube es hat nie einen VIP Bus gegeben…